Polonium in Hamburg

Verfasst von Björn am Mo, 2006-12-11 09:08.

In Hamburg sind möglicherweise mehrere Menschen mit dem Strahlengift Polonium 210 verstrahlt. Bei der Ex-Frau des früheren russischen Geheimdienstlers und Kontaktmann des an einer Polonium-Vergiftung gestorbenen Ex-Agenten Litwinenko, Dmitri Kowtun, sowie bei ihren beiden Kindern und ihrem neuen Lebensgefährten sind Spuren für Kontamination festgestellt worden. Im Regionale Strahlenschutzzentrum Hamburg soll in den nächsten Tagen geprüft werden, ob die vier Polonium im Körper aufgenommen haben.

Die Polizei Hamburg bittet alle Personen, die Ende Oktober Kontakt mit Dimitrij Kowkun hatten, sich unter der Rufnummer 040-426765 zu melden.

Ein Ermittler von Scotland Yard ist jetzt auch in Hamburg vorstellig geworden, um die Ermittlungen im Fall des Mordes am Ex-Agenten Litvinenko zu unterstützen.
Insbesondere soll die Rolle des russischen Ex-Agenten und Geschäftsmannes Dmitri Kowtun aufgeklärt werden, der den radioaktiven Stoff nach Hamburg sowie in den Kreis Pinneberg gebracht haben soll.

Am Wochenende waren in Hamburg und im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein Spuren des radioaktiven Stoffes Polonium 210 an mehreren Orten nachgewiesen worden, an denen sich Kowtun aufgehalten hatte.

Wer übrigens denkt, das radioaktive Material stammt zwansläufig aus irgendwelchen russischen Geheimlaboren hat sich geirrt. Das Zeug kann man ganz einfach im Internet kaufen.

Quelle: tagesschau.de, Express.de, Focus

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