Macht Berlin depressiv?

Verfasst von Frank am So, 2007-01-14 04:02.

Ärzte und Psychiater diskutieren auf einem Symposium, ob die Berlin kränker macht als andere Orte.
Michael Dettling, ärztlicher Leiter in der Sozialpsychiatrie der Charité Berlin, ist Organisator der Veranstaltung.

Auf dem Symposium wurde festgestellt, dass die Fehlzeiten aufgrund depressiver Erkrankung in Berlin durchschnittlich höher als im Bundesdurchschnitt liegen - mit knapp sechs Prozent um mehr als die Hälfte höher als im übrigen Deutschland.

Die hohe Zahl an Krankschreibungen führt Michael Dettling eher auf die überdurchschnittliche Zahl von Beamten in Berlin zurück, die sich eher als andere Abeitnehmer krank schreiben lassen.

Dettlings Kollegen räumen aber tatsächlich ein, dass sie sich einige Faktoren der Großstadt vorstellen können, die auf die menschliche Psyche negativen Einfluss haben könnten: Die Kombination aus schwierigen familiären Hintergrund, eingeschränkten Jobchancen könnten in Berlin sehr ausgeprägt sein.

Aber dennoch macht Berlin nicht kränker als München oder Köln. Es gibt reichlich Menschen, die glücklich und ohne Depressionen in der Hauptstadt leben.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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