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Düsseldorf - Zentrum Nordrhein-WestfalensVerfasst von regionaltrend am Mi, 2007-01-24 09:43.
Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens (NRW) liegt in der Niederrheinebene, größtenteils auf der rechten Seite des Rheins an der Mündung des Flusses Düssel. Nur die vier Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick sind auf der linken Seite angesiedelt. Mit seinen 577.000 Einwohnern stellt Düsseldorf seine Nachbarstädte u.a. Duisburg, Mettmann und Dormagen weit in den Schatten. Der Fluß Düssel, der zugleich Namensgeber ist, war lange Zeit Lebensgrundlage der Stadt. Über ihn wurden über schon im frühen 12. Jahrhundert Waren und Truppen transportiert, welche die erste Siedlung 'Dusseldrop' versorgten. Erstmals erwähnt wird diese um 1135. Im 13. Jahrhundert bekommt Düsseldorf vom Graf von Berg den offiziellen Stadttitel verliehen und wird zur Stadt erhoben. Nach langen, blutigen Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof von Köln und dem Graf von Berg wird die Stadt im späten 14. Jahrhundert zum Wohnsitz der Herzöge von Berg. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts steigt Düsseldorf zu einem Zentrum des liberalen Katholizismus, wie auch zu einer Hochburg der humanistischen Wissenschaft auf. Ein Höhepunkt der Geschichte Düsseldorfs ist sicherlich die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit 1585 zwischen dem Erbprinzen von Berg und der Markgräfin von Baden. Nach dem Aussterben des Regentengeschlechts übergeht die Stadt an den kaiserlichen Kommisar Ambrosio Spinola, der sie weiter verwaltet. Auch der siebenjährige Krieg geht nicht spurlos an Düsseldorf vorüber. Zuerst von den Franzosen besetzt, vom Herzog von Braunschweig zurückerobert, muss sie schließlich 1795 nach heftigen Kämpfen den französischen Besatzern überlassen werden. Erst im 'Frieden von Lunéville' fällt Düsseldorf an Bayern zurück, Anfang des 19. Jahrhunderts wird die Stadt an preußische Regentschaft übergeben. Hier beginnt auch der endgültige wirtschaftliche und kulturelle Aufschwung der heute kreisfreien Stadt zu voller Blüte. Den Ersten Weltkrieg und die Besetzung des Ruhgebiets übersteht Düsseldorf relativ unbeschadet und wird 1933 zum ersten Schauplatz der Literaturverbrennung der Nazizeit. Im Zweiten Weltkrieg werden die Hälfte aller Gebäude zerstört und 90 Prozent beschädigt. Den mühsamen Wiederaufbau erleichtert allerdings die immer weiter voranschreitende Ansiedelung von Industriebetrieben, welche auch heute noch das Stadtbild beeinflussen und auch trotz dem Niedergang der Schwerindustrie im Ruhrgebiet immer noch präsent sind. Düsseldorf kann jedoch nicht nur auf eine lange Geschichte und einen enormen wirtschaftlichen Erfolg während des Stahlbooms zurückblicken. Vor allem in kultureller Hinsicht hat die Stadt am Rhein viel Interessantes zu bieten. Die "Deutsche Oper am Rhein" bietet sowohl an ihrem Standort in Düsseldorf, als auch in Duisburg ein abwechslungsreiches Programm, für weitere Genüsse kultureller Art laden zahlreiche Theater und Cabarets zum Besuch ein. Wem der Sinn mehr nach Museen oder anderen Ausstellungen steht wird ebenfalls nicht enttäuscht. Vom geologischen Exponat im "Aquazoo-Löricke-Museum", bis hin zur außergewöhnlichen Sammlung an Kunstgegenständen und -werken aus Persien und Japan im "museum kunst palast" wird für alle Geschmäcker das Richtige angeboten. Ebenfalls attraktiv ist das reichhaltige Spektrum an Zerstreuungsmöglichkeiten im Bereich Musik. Egal ob Klassik, Jazz oder Punk, in Düsseldorf ist alles auf höchstem Niveau vertreten und wird von Besuchern aus aller Welt geschätzt. Das gewöhnliche 'Sightseeing' betreibt man in Düsseldorf am besten, indem man einige der zahlreichen Schlösser wie das Düsseldorfer Schloss - dessen Turm das Wahrzeichen der Stadt ist - oder Burgen und Kirchen besucht, die mit ihrem altertümlichen Charme nicht nur Kenner in ihrem Bann ziehen. Die historischen Gebäude sprechen für sich, doch auch die beeindruckenden Bauwerke der Moderne und Postmoderne wie das Düsselsdorfer Schauspielhaus oder das Thyssen-Hochhaus sind sicherlich einen Besuch wert. Dass Düsseldorf mehr als nur eine gewöhnliche Stadt im Ruhrgebiet ist, beweist nicht nur ihr eindrucksvolles Freizeitangebot, sondern auch die Tatsache, dass viele berühmte Persönlichkeiten Ehrenbürger der Stadt sind. In ihren Reihen finden die Namen Bismarck, Hindenburg und Ludendorff, aber auch Heuss und Scheel. Zu den nicht weniger berühmten, dafür in der Stadt noch tiefer durch Geburt verwurzelten Personen gehören unter anderem auch Heinrich Heine, Konrad Henkel, Marius Müller-Westernhagen und Heike Makatsch. Diese Seite bookmarken/suchen bei Kommentar hinzufügen |
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